Umgestaltung der Wehranlage Kupferhammer an der Schlaube

Referenzblatt (PDF)

Auftraggeber
Landesumweltamt Brandenburg
Außenstelle Frankfurt (Oder)
Regionalabteilung Ost RO 6
Leistungsumfang
Hydraulische Berechnung,
Objekt- und Tragwerksplanung,
Örtliche Bauüberwachung
Baukosten
ca. 228 000.— Euro (brutto)

Vorhabensbeschreibung

Die Anfänge der Stauhaltung in Kupferhammer reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Sie wurde ursprünglich im Zusammenhang mit einen durch Wasserkraft angetriebenen Kupferhammer um 1553 errichtet. Der Stau liegt ca. 27,1 km oberhalb der Schlaubemündung. Bis 1950 wurde der Aufstau genutzt, um mit Hilfe einer Kleinwasserkraftanlage die Orte Kupferhammer, Siehdichum und Schernsdorf mit Elektrizität zu versorgen.

Alte Stauanlage Kupferhammer
Gerinne im Bau
Fertiggestellte Sohlengleite
 

Nach Entfall der Nutzung wurde aufgrund der überregionalen Bedeutung der oberhalb gelegenen Biotope im Auftrag des Landesumweltamtes Brandenburg die Umgestaltung in eine mäandrierende Sohlgleite geplant. Hierdurch sollte die Durchgängigkeit des Gewässers wiederhergestellt und der Oberwasserstand dauerhaft fixiert werden. Der schlechte Bauzustand der Wehranlagen und zunehmende Umläufigkeiten erforderten dringenden Handlungsbedarf. Innerhalb von 8 Monaten wurde die Planung von der Entwurfsreife bis zur Ausschreibung gebracht und umgesetzt.

Der Wasserspiegel wird durch 22 Steinriegel im Bett der naturnah gestalteten ca. 100 m langen Sohlengleite gestützt. Zur Sicherung der Steilufer im Unterwasser und dahinterliegender Bauwerke wurden Gabionen verbaut.

Kategorie: Fischaufstiege

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