Ausbau des Silokanals in Brandenburg

Referenzblatt (PDF)

Auftraggeber
Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
Leistungsumfang
Entwurf-AU, Planfeststellungs- und Ausschreibungsunterlagen
Bauausführung
2002 bis 2005
Baukosten
ca. 85 Mio DM
ausführende Bauunternehmen
ARGE Hydro – Wacht – Tagu – Oetken, Los 1 und 3; ARGE Maas – WATI. Los 2
Untere Havel-Wasserstraße
Kanalabschnitt östlich der Brielower Brücke nach dem Ausbau 2003

Vorhabensbeschreibung:

Der Silokanal wird im Rahmen des Verkehrsprojektes 17 der Deutschen Einheit als Teilstück der Wasserstraßenverbindung Hannover — Magdeburg — Berlin im Bereich der Unteren Havel-Wasserstraße zwischen Plauer See und Quenzsee im Stadtgebiet von Brandenburg ausgebaut.

Die überbeanspruchten Ufer des alten, mulden- bzw. trapezförmigen Kanales rühren am Südufer noch aus der Zeit des Kanalbaues von 1910, die Betonplattenauskleidung am Nordufer aus der ersten Kanalverbreiterung von 1973. Den Kanal säumen durchgängig städtische sowie industrielle Bebauungen, ihn queren drei innerstädtische Straßen- sowie eine Eisenbahnbrücke. Zahlreiche bauliche Anlagen zur Wassereinleitung und -entnahme, Umschlaghäfen sowie Dükeranlagen befinden sich im Bereich des Ausbauvorhabens.

Untere Havel-Wasserstraße

Untere Havel-Wasserstraße

 

Die Gesamtmaßnahme zum Ausbau des Silokanals im Rahmen des Projektes 17 umfasste u.a. folgende Planungs- und Bauleistungen:

  • 5.400 m für einen erweiterten Kanalquerschnitt der Wasserstraßenklasse Vb für das Großmotorgüterschiff 110 × 11,4 × 2,8 m sowie den zweilagigen Schubverband mit 4,0 m Wassertiefe und einer Wasserspiegelbreite von 55,0 m (T-Profil) bzw. 42,0 m (R-Profil) bei BWu,
  • Planung, Bemessung, Ausführung der Ufersicherungen für die erforderlichen Kanalquerschnitte (5.500 m T-Profil, 1.375 m R-Profil und 1.125 m KRT-Profil),
  • Anlage 4.350 m Betriebsweg
  • Anlagen für die Schifffahrt (330 m Liegestelle für die Berufsschifffahrt),
  • Maßnahmen an WSV-eigenen Anlagen und Bauwerken.

Maßnahmen zur Sicherung der Gründungen der Brielower-, Görden-, Quenz- sowie Eisenbahnbrücke.

Im Zuge der Bauausführung erstellte PTW für die BRAWAG die Genehmigungs- und Ausführungsunterlagen zur Anpassung der Ein- und Auslaufbauwerke an das neue Schräg- bzw. Senkrechtufer und übernahm dafür die Bauleitung.

Kategorie: Fluss- und Kanalbau

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