Ausbau Elbe-Havel-Kanal - PFA8

Referenzblatt (PDF)

Auftraggeber
Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg
Leistungsumfang
Entwurf-AU Planfeststellungsunterlagen
Bauausführung
1999 bis 2008
Baukosten
ca. 125 Mio DM
Elbe-Havel-Kanal
Kanalabschnitt am Neubuchholzer Bogen nach dem Ausbau 2004

Vorhabensbeschreibung:

Der Ausbau des Elbe-Havel-Kanales infolge seines desolaten Zustandes – Muldenprofil (Wasserspiegelbreite 35,5 m, Wassertiefe 3,50 m) ohne fahrdynamische Verbreiterungen in Krümmen und stets latenten Gefahren in der Schiffbarkeit (Kollision, Grundberührungen) verbunden mit nur eingeschränkter Nutzbarkeit (Abladetiefe, Schiffstyp) sowie hohen Sohl- und Uferbelastungen und Uferschäden – ist Teilstück des Ausbaues der Wasserstraßenverbindung Hannover – Magdeburg – Berlin im Rahmen des Verkehrsprojektes 17 der Deutsche Einheit.

Der 8,4 km lange Planfestellungsabschnitt 8 zwischen dem östlichen Stadtrand von Genthin und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt / Brandenburg verläuft weitestgehend durch Wald- und Ackergebiete, ausgenommen der Ortslage Kader Schleuse. Der Kanal verläuft bis km 370,50 im Einschnitt und wechselt dann allmählich in die Dammstrecke, die ab km 371,0 gedichtet ist.

Elbe-Havel-Kanal
Einmündung Fiener Hauptvorfluter
Elbe-Havel-Kanal
Ausgangszustand
 

Die Gesamtmaßnahme zum Ausbau des EHK im PFA 8 für die künftige Befahrung mit Großmotorschiffen von 110 × 11,4 × 2,8 m und zweilagig beladenen Container-Schubverbänden mit l = 185 m umfaßt u.a. folgende Planungs- und Bauleistungen:

  • Streckenausbau für einen erweiterten Kanalquerschnitt der Wasserstraßenklasse Vb mit 4,0 m Wassertiefe und 55,0 m Wasserspiegelbreite (im T-Profil, bezogen auf BWu) mit Bogenverbreiterungen für sichere Schiffsbegegnungen bei Radien < 2000 m bei überwiegend einseitiger Kanalverbreiterung nach Wertung und Wichtung aller Interessen und Belange, so dass in der Regel keine Eingriffe am Nichtverbreiterungsufer erforderlich werden, verbunden mit ca. 6,8 Mio. m³ Erdmassentransport,
  • Ufer- und Sohlsicherungen für die erforderlichen Kanalquerschnitte (468.000 m² Deckwerk und 149.000 m² Kanaldichtung),
  • Anlegen von Betriebswegen (10,4 km),
  • Maßnahmen an WSV-eigenen sowie an Anlagen und Bauwerken Dritter für Düker, Aus- und Einleitungsbauwerke, Kabel und Leitungen,
  • Neubau der Kader Brücke, Wirtschaftswegebrücke mit 73,50 m lichter Weite, Baukosten ca. 6.2 Mio. DM (gesonderter Entwurf für den Neubau durch PTW gemeinsam mit Böger + Jäckle & Partner Ingenieurgesellschaft, Leipzig),
  • Landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen.

Kategorie: Fluss- und Kanalbau

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