Schiffsanlegestelle Heidenau

Auftraggeber
Stadt Heidenau
Leistungsumfang
Leistungsphasen 1 – 9 Landanlagen, Einholen der SSG (Strom- und Schifffahrtspolizeiliche Genehmigung)
Bauausführung
Oktober 2002 – Mai 2003 (einschl. Bauunterbrechung aufgrund erhöhter Wasserstände)
Baukosten
ca. 210.000 EUR davon ca. 75.000 EUR für Landanlagen und ca. 135.000 EUR für schwimmende Landebrücke
ausführende Bauunternehmen
Landanlagen
Bauunternehmen Henry Kunert GmbH Dresden
Schwimmende Landebrücke
Schiffswerft Laubegast AG
Ansicht der Anlegestelle mit großem Ausflugsschiff

Vorhabensbeschreibung:

Die Stadt Heidenau liegt an der Elbe zwischen Dresden und Bad Schandau und damit an der Fahrtroute der „Weißen Flotte“ der Sächsischen Dampfschifffahrt. Zur weiteren infrastrukturellen, dabei vor allem der touristischen Erschließung der Stadt wurde PTW mit der Planung einer neuen Anlegestelle beauftragt.

Da sich in unmittelbarer Nachbarschaft bereits eine Anlegestelle für die Fähre der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH (OVPS) befindet, sollte neben einer Anlegemöglichkeit für die Dampfschiffe auch eine für die Fähre der OVPS vorgesehen werden.

Die neue Anlegestelle wurde in einen vorhandenen verankerten Spundwandkasten an der linken Elbseite integriert. Das Bauwerk diente ursprünglich als Widerlager für eine Pontonbrücke (analog auf der gegenüberliegenden Elbseite).
Die neue Anlegestelle besteht aus den beiden Komponenten „Landanlagen“ und „Schwimmende Landebrücke“.

Die Landanlagen umfassen drei Festmachefundamente (2 oberstrom, 1 unterstrom) zur Fixierung der Schwimmenden Landebrücke, sowie die Auflagerkonstruktion für die Stege (Landlager).
Da das neue Landlager nur etwa ein Drittel der Breite des Spundwandkastens einnimmt, wurde eine zusätzliche Spundwand als oberer seitlicher Abschluß gerammt. Diese Spundwand wurde unter Verwendung der bestehenden Verankerung (Schlaffanker) neu verankert. Aufgrund der Belastung des Spundwandkastens durch das Rammgerät mußte die oberstrom liegende Spundwandecke ausgesteift werden.
Zur Sicherung des Wartebereiches an den Zugangsstegen wurde der Spundwandkasten mit einem bei Hochwasser demontierbaren verzinkten Stahlrohrsteckgeländer versehen.

Die Schwimmende Landebrücke besteht aus zwei Stegen, die auf einen Ponton führen. Diese Sonderlösung wurde aufgrund der unterschiedlichen Seitenhöhen von Dampfschiff und Fähre notwendig. Je ein Steg führt auf das Niveau der Dampfschiffe bzw. der Fähre.

Elbe Dresden
Nutzung der Anlegestelle mit hohem Einstieg für Ausflugschiff
Elbe Dresden
Nutzung der Anlegestelle mit niederen Einstieg für Elbfähre

Kategorie: Hafenbau und Liegestellen

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